Bahndamm

Der Strategische Bahndamm ist ein Teil einer niemals fertig gestellten Eisenbahnstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und der Staatsgrenze Deutschlands gegenüber Frankreich im Westen. Das Bauwerk befindet sich mit einer Länge von 13 km zwischen Neuss-Holzheim und Rommerskirchen.
Nach Wünschen des Militärs sollte die Strecke ursprünglich als Umgehung der Eisenbahn-Engpässe von Köln und Düsseldorf dienen (siehe auch: strategische Bahn). Mit dem Bau wurde 1904 begonnen, das Vorhaben jedoch niemals zu Ende geführt, da unterdessen die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und die Abrüstungsvereinbarungen im Vertrag von Versailles einem Weiterbau entgegenstanden.

Ursprünglich sollte die Strecke weiter in Richtung Süden und in die Ahrtalbahn eingeführt werden. Ab Rommerskirchen über Niederaußem bis Liblar war die Strecke bereits mit der Bahn befahrbar, da hier schon seit einigen Jahren die Bergheimer Kreisbahn verkehrte. Ab Liblar bis nördlich von Bad Neuenahr lag wiederum nur der Bahndamm, der dann beim Bau der A 61 in die Autobahn einbezogen wurde. Die Eisenbahntunnel bei Ahrweiler wurden ebenfalls fertiggestellt und dienten später als Regierungsbunker.

Heute ist der Strategische Bahndamm ein Fuß- und Reitweg mit der Qualität eines Bodendenkmals. Als Radweg ist die Strecke nicht zu empfehlen, da sie voller Schlaglöcher und Scherben ist.

Beeindruckend sind die Dimensionen der Brücken für die kreuzungsfreie Überführung der Straßen und Feldwege. Diese Bauwerke sind ebenso wie der mächtige Eisenbahndamm seit nunmehr 80 Jahren ungenutzt. An seinem nördlichen Ende liegt die Insel Hombroich.


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